Null Kalorien und 100 Prozent pure Erfrischung! Das ist Wasser.
Inzwischen ist vielen bekannt und bewusst, dass das Element allen Lebens aber
weit mehr zu bieten hat, vor allem für die Gesundheit und das Wohlbefinden.
Denn viele im Wasser enthaltene
Mineralien und Spurenelemente liefern wichtige Bestandteile für einen balancierten
Stoffwechsel bzw. körperliche und vor allem auch geistige Fitness.
Aber wie schon aus dem Titel ersichtlich, haben die verschiedenen im Handel
erhältlichen Mineralwasser je nach Marke oder Herkunft – ganz abseits
von subjektivem Geschmacksempfinden oder Lifestyle-Effekt – auch unterschiedliche
Wirkungen.
Viele Untersuchungen belegen inzwischen, dass die optimale "Dosis"
bei mindestens zwei, besser drei Liter Wasser pro Tag liegt – am besten
über den Tag verteilt
trinken, auch wenn Sie keinen Durst haben! Wenn sie viel Kaffee trinken, auf
jeden Fall mehr, da Kaffee (wie auch Alkohol) dem Körper Flüssigkeit
entzieht.
Mit einem guten Mineralwasser verhält es sich ähnlich wie mit gutem
Wein - es muss reifen. Mineralwasser hat seinen Ursprung in unterirdischen,
vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen. Um diese natürliche,
ursprüngliche Reinheit bis zum Endverbraucher zu bewahren, muss ein Mineralwasser
direkt an der Quelle abgefüllt werden. Nur wenige, bedingte Behandlungsverfahren
sind erlaubt. Die
wertvollen Mineralien und Spurenelemente, die Mineralwasser von Natur aus enthält,
machen es ernährungsphysiologisch äußerst wertvoll und haben
somit einen positiven Einfluss auf den Organismus des Menschen.
Natürliches Mineralwasser fiel vor Hunderten von Jahren als Regen nieder.
Durch langsames Versickern wurde es nach und nach von Schadstoffen gefiltert
und
gereinigt. Erst wenn Wasser geschützt von oben, durch Deckschichten mit
verhältnismäßig geringer Geschwindigkeit in tiefere Gesteinsschichten
gelangt,
wird es zu Mineralwasser. Auf diesem sehr langen, unterirdischen Weg wird es
zusätzlich zur Reinigung auch noch veredelt. Durch dieses kontinuierliche
Absickern finden zahlreiche Vorgänge statt, die aus Regenwasser das zukünftige
Mineralwasser machen.
Kommt Tiefenwasser beim Einsickern mit erkaltenden Magmamassen in Berührung,
nimmt es die in ihnen entweichende Kohlensäure auf. Kalkgestein zum
Beispiel reichert das Wasser mit Calcium an und Dolomitgestein versetzt es mit
Magnesium.
Was erlaubt ist:
Für natürliches Mineralwasser sind vor der Abfüllung lediglich
drei Behandlungsverfahren erlaubt.
+ Die Abtrennung unbeständiger Inhaltsstoffe wie Eisen oder Schwefelverbindungen.
+ Der Entzug von Kohlensäure bzw.
+ das (Wieder-)Versetzen mit Kohlendioxid.
Grundsätzlich muss immer gewährleistet sein, dass das natürliche
Mineralwasser in seinen wesentlichen Bestandteilen nicht verändert wird.
Geschichte
Bereits in frühgeschichtlicher Zeit hatte Mineralwasser viele Freunde.
So genossen schon die Römer und die Germanen den wohltuenden Durstlöscher
aus den germanischen Quellen. Damals ließen sich die Römer die kostbare
Flüssigkeit sogar auf Fuhrwerken aus ihren Provinzen bis nach Rom transportieren,
um es dann dort gegen gängige Zahlungsmittel und/ oder Wein einzutauschen.
Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das wertvolle Gut auch über längere
Distanzen transportiert. Nach und nach gelangte auf diesen Wegen das begehrte
Wasser in Behältnissen wie Füllkörben und Tonkrügen nach
England, Russland und sogar nach Übersee, wie Amerika und Australien. Aufgrund
der dadurch entstehenden Transportkosten war der Preis für Mineralwasser
zeitweise so hoch, dass sich nur sehr
wohlhabende Schichten diesen Luxus leisten konnten. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts
wurde Mineralwasser ein Getränk für jedermann.
Heilwasser
Heilwasser stammt wie Mineralwasser aus unterirdischen, vor Verunreinigungen
geschützten Wasservorkommen und muss direkt an der Quelle abgefüllt
werden. Es gehört zu den klassischen Naturheilmitteln. Seine Wirkung beruht
auf der Aktivierung der Stoffwechsel- und Organfunktionen.
Die Zusammensetzung eines Heilwassers, der Gehalt an wertvollen Mineralien und
Spurenelementen, ist entscheidend für eine bestimmte Wirkung im Organismus.
Je nach Heilwassertyp wird die Verdauung gefördert, der Blutdruck normalisiert,
die Bildung von
Nierensteinen verhindert, einem Mineralstoffmangel vorgebeugt oder die Behandlung
chronischer Erkrankungen unterstützt. Die Wirksamkeit von Heilwässeern
ist wissenschaftlich nachgewiesen.
Quellwasser
Quellwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen. Es muss nicht ursprünglich
rein sein und braucht keine ernährungsphysiologische Wirkung nachzuweisen.
In seiner Zusammensetzung hat Quellwasser allen Kriterien zu genügen, die
für Trinkwasser vorgeschrieben sind. Bei den mikrobiologischen Anforderungen,
den Behandlungs-
verfahren und der Abfüllung werden die gleichen Maßstäbe angelegt
wie beim Mineralwasser. Das heißt, auch Quellwasser wird direkt an der
Quelle abgefüllt.
Tafelwasser
Tafelwasser ist kein Naturprodukt, sondern eine hergestellte Mischung verschiedener
Wasserarten sowie anderer Zutaten. Für die Mischungsverhältnisse gibt
es keine gesetzlichen Vorschriften. Tafelwasser muss keine ernährungsphysiologischen
Wirkungen nachweisen und bedarf keiner amtlichen Anerkennung. Hinweise auf eine
bestimmte geografische Herkunft sind nicht erlaubt, denn Tafelwasser kann an
jedem Ort
hergestellt und abgefüllt werden.
Trinkwasser
Ungefähr 60 Prozent des Trinkwassers bestehen aus Grundwasser, ungefähr
acht Prozent aus Quellwasser, der Rest wird aus Oberflächenwasser gewonnen.
Alles ist aus dem Wasser entsprungen!
Alles wird durch das Wasser erhalten (J. W. Goethe)