Wien ist eine Industriestadt, eines der größten Sklavenarbeitercamps. Am Rande und außerhalb liegen Wohnsilos, in denen die Sklaven leben. Jeden Morgen bewegen sich die Menschen wie eine Herde raus aus Ihren Quartieren, hinein in die Industrie- und Bürozentren. jeder ist um 7:30 Uhr auf seinen Platz. Dort gehen sie dann Ihren täglichen Pflichten nach und erstatten Bericht darüber. Dann verharren sie bis 17 h nachmittags. Sie können nicht entscheiden, wie lange sie arbeiten – manchmal sind sie sogar gezwungen Überstunden zu machen, bis Ihr Vorgesetzter sagt, dass sie gehen dürfen.
Jedes Jahr wird bestimmt, wann und wie lange sie Urlaub machen müssen. Sie haben nur einen kleinen Einfluss darauf, wie viel sie verdienen. Man erlaubt Ihnen nur eine kleine und auch unbezahlte Mittagspause und eine kurze Kaffeepause während der Arbeitszeit. Sie beachten diese Vorschriften genauestens, denn sie wollen ihren Arbeitsplatz nicht riskieren. Dies betrifft leider auch die wirklich guten, hoffnungsvollen Sklaven. Tag für Tag, Jahr für Jahr ackern sie, bis der Boss entscheidet, dass es an der Zeit ist aufzuhören.
Dann schleppen sie sich zu diesen leblosen Wohnsilos, wo sie gezwungen sind, starr dazusitzen und auf ihren Tod zu warten. Es ist allgemein bekannt, dass man den alten Sklaven droht, ihre Rente zu kürzen oder zu stoppen, wenn sie versuchen, ein wenig zu arbeiten. Ich weiß, dass es diese Sklaven-Camps tatsächlich gibt, da ich zu diesen Sklaven gehöre.
Wir müssen jeden Tag über uns ergehen lassen:
- morgens zu einer Zeit aufstehen, zu dem noch am liebsten weiterschlafen möchte
- einen langen Weg zur Firma (Stau oder überfüllte Bahnen)
- immer weiter steigende Kosten für Benzin/Fahrpreise, Strom oder Heizung
- die letzte Gehaltserhöhung liegt schon 2 Jahre zurück
- 8-10 Stunden tägliche Arbeit
- kaum eine Aufstiegsfirma in der Firma
- Mobbing und überreizte Chefs sind an der Tagesordnung
Was liegt also näher als sein Leben zu verändern:
Frei zu sein, selbständig zu arbeiten, aufzustehen wann man möchte, über die Arbeitszeit zu entscheiden während die Sklaven schon arbeiten. Kaffee- und Mittagspause zu halten wenn es mir lieb ist, zu entscheiden, wann, wo und mit wem zu arbeiten. Selbst zu entscheiden, ob es mich in die Stadt oder ins Grüne zieht.
Die Kosten für die Freiheit sind nicht hoch, ausser sie scheinen denjenigen
zu hoch, die nicht die Courage haben, den Preis zu bezahlen. Was ist der Preis
? Einfach. Jemand muß den Willen haben, sein eigener „Meister“
zu sein.