Ein bißchen rauh ist es schon da oben, aber die Tage im Einklang mit
der Natur versprechen einen echten Urlaub fürs Gemüt. Ist es die Sehnsucht
nach einem Ur-Gefühl, die uns da hinauf treibt? Wenn uns nicht überflüssiges
ablenkt wird das Naheliegende wichtig,, manchmal fast lebenswichtig: die wohlige
Wärme, die einem aus dem Holzfeuer entgegenflackert, wenn man nach einem
langen Tag im Schnee wieder in die Hütte stapft, das eiskalte, klare Brunnenwasser,
das nach einer Nacht im Matratzenlager die Augen öffnet für eine unglaublich
reizvolle Berglandschaft; der symphatische, weiche Schein der Petroleumlampe,
das dumpfe Geläute der Almkühe, die Senner wie Urlauber mit Milch
und Butter verwöhnen; das wärmende Platzerl am Kachelofen. Es muß
ein Lebenskünstler gewesen sein, der den Urlaub auf der Alm erfunden hat.
Die Zivilisation wird doch nicht abgehen ?
Hütten üben auf mich eine eigenartige Faszination
aus. Sie bieten Geruhsamkeit, Streßfreiheit, Entspannung inmitten unberührter
Natur und reiner Luft. Wo sonst kann man besser abschalten und sich erholen,
und den Alltag und die Sorgen vergessen.